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Nach vielen Versuchen, dem Rumpler C-IV vernünftiges Landen beizubringen, schwand allmählich die Lust dazu. Nach einem weiteren Fehlversuch, bei dem erneut das Fahrwerk bei der Landung brach, entschloß ich mich zum Verkauf des Modells. Da die Technik in einem einwandfreien Zustand war, wurde diese vor dem Verkauf aus dem Modell demontiert. Bei Ebay fand der Rumpler schnell einen neuen Besitzer und so entstand im Keller Freifläche, die neu gefüllt werden wollte. Eilig hatte ich es nicht, da mir zum Fliegen noch weitere Modelle zur Verfügung standen. Für die Neuanschaffung war wichtig, daß möglichst viele alte Komponenten wieder verwendet werden konnten und das Modell zum Transport gut ins Auto paßt. Über einige Wochen habe ich daher im Internet und in Fachzeitschriften nach Ersatz gesucht. Bei der Firma Engel bin ich dann fündig geworden. Eine Giles 202 sollte es werden. Der erste Teil der oben genannten Bedingungen wurde mit der Giles 202 von Engel komplett erfüllt, der zweite Teil, soviel sei vorab schon erwähnt, nur bedingt. Alles paßt zwar ins Auto, jedoch nicht so leicht und einfach wie geplant.

Bevor ich mich für das Modell entschloß, wollte ich mich von der Qualität des ARF Modells überzeugen. Hierzu bin ich mit einem Vereinskollegen direkt zum Händler gefahren. Dort zeigte man uns in Ruhe das Modell. Die Verarbeitung machte einen guten Eindruck und so stand schnell fest, daß dieses Modell die Nachfolge des Doppeldeckers antreten sollte. Zu Hause angekommen wurden zunächst einmal die ganzen Einbauten grob im Modell verteilt und die Anleitung studiert. Die große obere Rumpföffnung des Modells lies einen gut an jede Stelle kommen. Die Montage der Einbauten sollte sich also in einem relativ überschaubaren Rahmen halten. Als erstes stand der Einbau des Motors auf dem Programm. Dies war einer der kniffeligen Teile des Baus, da die Kurbelwelle später exakt mittig aus der Haubenöffnung schauen soll. Die Bedienungsanleitung hält hier aber ganz hilfreiche Tips parat, die den Einbau erleichtern. Leider hat in meinem Fall Murphy mal wieder zugeschlagen. Die Einstellschrauben des Vergasers liegen so ungünstig am ersten Spant, daß ein Einstellen nicht mehr so leicht möglich ist. Im zweiten Schritt wurde gleich die Haube angepaßt. Auch dies ist eine schweißtreibende Arbeit. Zwar ist die Arbeit nicht gerade körperlich anstrengend, doch tastet man sich beim Ausfräsen immer nur Stück für Stück an die Lösung heran und prüft zwischenzeitlich, ob man nicht irgendwo versehentlich etwas zuviel Material weggenommen hat. Nachdem die Haube angepaßt war, folgte der Einbau der anderen Komponenten und die Vorbereitung des Modells, zum Schalldämpfermanufaktur überstellt zu werden. Ich habe mich erneut entschlossen, erneut einen Schalldämpfer der Firma Zimmermann zu verbauen. Zimmermann bietet den Service an, Schalldämpfern bei sich vor Ort auf Maß anzufertigen und am Modell anzupassen. Das Ergebnis konnte sich bis jetzt immer sehen und hören lassen und der Aufpreis für die perfekte Individualbehandlung liegt in einem sehr fairen Bereich. Der weitere Aufbau des Models verlief ohne größere Schwierigkeiten. Lediglich die Montage der Haube die Synchronisierung der Querrudermechanik war noch einmal etwas fummelig. Bei diesem Modell werden die Querruderklappen von je zwei Servos angelenkt. Die korrekte Montage der Rudermaschinen und Anlenkhebel ist hierbei ganz wichtig, um einen möglichst guten Gleichlauf zwischen den Rudermaschinen zu bekommen. In Sachen Kabinenhaube gibt es scheinbar noch kein Patentrezept. Bei jedem erhältlichen ARF Modell liegt die Haube frisch aus der Form lose bei und muß noch angepaßt und befestigt werden. Die Ratschläge in der Montageanweisung waren hier etwas "schwammig". Zwischen den Zeilen gelesen kann man es wie folgt auf den Nenner bringen. "Haube anpassen und anbauen ist eine Mistarbeit, für die wir auch keine vernünftige Lösung haben. Daher haben wir die Haube lose beigelegt. Bitte seien Sie kreativ." Auch ich habe diese Arbeit für den Schluß aufgehoben und mich bei vielen Vereinskameraden schlau gefragt. Ein guter Tip war dann doch darunter. Es gibt in Baumärkten ein ganz dünnes, Gewebe verstärktes zweiseitiges Klebeband. Dessen Kleber hält wie Teufel sowohl auf der Bügelfolie, als auch auf dem Kunststoff der Tiefziehhaube. Von außen habe ich die Haube mit einem farbigen Klebestreifen umrandet, so daß man das häßlichere Klebeband auf der Innenseite nicht mehr so sieht.

Für den Tag der Wahrheit habe ich mir etwas Unterstützung gesucht, da ich mit Modellen dieser Größenordnung noch keine Erfahrungen hatte. Der Erstflug des Modells klappte gut und dem Modell wurden gute und neutrale Flugeigenschaften bescheinigt. Leider wurde in der Luft der Motor etwas zu fett, da scheinbar ein Überdruck im Rumpf entstand, den der Vergaser nicht korrekt korrigieren konnte. Eine nachträglich angebrachte Rumpfentlüftung hat dieses Problem jedoch behoben. In der Zwischenzeit habe ich das Modell selbst geflogen und kann das gute Flugverhalten nur bestätigen. Mit den 80 ccm ist das Modell gut motorisiert und macht in der Luft eine gute Figur. Wollen wir hoffen, daß das auch lange so bleibt.