Alex's Modellbauseite
         
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Hurra Hurra, Ersatz ist da... :-) Als sich im Sommer 2006 meine schöne Corsair geerdet hat, ist ein Loch im Bestand entstanden. Nur womit sollte ich es füllen? Nicht leicht diese Frage zu beantworten, denn auf ARF-Flieger hatte ich keine Lust mehr. Meine Erfahrungen mit diesen Fliegern waren in der Vergangenheit nicht gerade gut. Also hab ich mich auf die Suche nach einem Baukasten gemacht. Gar nicht einfach mußte ich feststellen. Fast bei allen Händlern sind nur noch ARF-Modelle zu bekommen. Und findet man mal einen richtigen Holzbaukasten, so ist der Preis für die gestanzten Bretter oft um ein Vielfaches höher, als ein fertiges ARF-Modell. Ein ziemlich schwer zu verstehender Sachverhalt, wie ich finde. Ein weiteres Problem ist die heile Technik aus der Corsair. Der Motor ist quasi noch neu und der Rest der Technik hat den Crash auch gut überlebt. So konnte ich mich auch lange Zeit nicht für einen Ersatz meiner Corsair entscheiden und habe die Suche eine Zeitlang auf Eis gelegt. Doch eines Tages, bei der Suche nach Ersatzteilen, stieß ich bei einem großen Onlinehändler auf den "Dragon M2". Als Auslaufmodell wurde der "Dragon M2" angeboten und der Preis lag nur noch bei etwas mehr der Hälfte des ursprünglichen Preises. Was tun? Außer der Tatsache, daß es sich um ein ARF-Modell handelt, erfüllte der Vogel alle Voraussetzungen. Also…….bestellen.
Bei der Bestellung habe ich auch gleich nachgefragt, wie viele Servos denn zum Bau benötigt werden. Fünf Servos hatte ich ja noch von der Corsair. Der große Onlinehändler versprach mir vor Auslieferung zu klären, ob das Modell ein oder zwei Höhenruderservos benötigt um mir dann ggf. ein sechstes Servo gegen Berechnung beizulegen.
Nur einen Tag später war der große Karton auch schon da. Nach dem Öffnen habe ich sofort die Rechnung gesucht um zu schauen, ob ein Servo berechnet wurde, oder nicht. Es wurde kein Servo berechnet und es lag auch kein Servo im Karton. Doch schon der erste Blick in die sehr knappe und übersichtliche Aufbauanleitung zeigte mir, daß ein Servo hätte mit reingelegt werden müssen. Meinen Frust mußte dann der Händler ertragen, der mir daraufhin ein Servo nachschickte, ohne das Porto dafür zu berechnen.
Und nun? Aufbauen? Eigentlich wollte ich erst das Fahrwerk meines Doppeldeckers komplett umbauen, aber da mir hierfür noch Teile fehlten, wurde kurzer Hand umorganisiert und schon war der Platz für den "Dragon M2" vorhanden. Nach dem Auspacken lag ein sehr schlanker Rumpf vor mir und zwei Tragflächen mit sehr starkem Profil. Zuerst beschäftigte sich die Aufbauanleitung mit dem Fahrwerk und nach relativ kurzer Zeit, stand das Modell schon auf eigenen Beinen. Das ging fix und so kamen die ersten Gedanken nach dem Motoreinbau auf. Der Hersteller empfiehlt einen 15ccm Motor, jedoch wartete bei mir ein 18ccm Motor auf seinen Einsatz. Maßlich ist der 18ccm Motor ein ganz schönes Stück größer als der 15ccm Motor und so stellte ich mich auf diverse Herausforderungen ein. Den ersten Schreck bekam ich, als ich mir von innen den Motorspant anschaute. Es schien Licht durch die Klebenähte. Ich war erschrocken und zweifelte an der Stabilität des Modells. Mit Epoxy und Holzstücken wurde diese Schwachstelle ausgebessert, damit sich der Motor später nicht selbständig machen kann. Als nächstes kam der Einbau der Servos und da wurde ich mit dem nächsten Problem konfrontiert. Da der Rumpf sehr lang und schlank ist, passen Standardservos nur sehr bedingt in das Heck des Rumpfes. Drei Servos mußten integriert werden. Beim vordersten gab es noch keine Probleme, aber schon beim mittleren Servo stieß das Servo auf der gegenüberliegenden Rumpfinnenseite an. Mit ein paar Unterlegscheiben und etwas längeren Schrauben ließ sich das Problem noch gut lösen. Beim letzten Servo jedoch mußte ich kapitulieren. Ein Standardservo mit der Standardhöhe war nicht mehr unterzubringen. Eigentlich war jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Onlinehändler mit diesem Sachverhalt zu konfrontieren. Schließlich hat er für das Modell die Servos seines Standardlieferanten empfohlen und nicht die Servos, die der Modellhersteller in seiner Aufbauanleitung empfohlen hatte. Nach langem Ringen ließ ich alles wie es war und baute ein Flächenservo ins Heck ein, welches vorher das Einziehfahrwerk der Corsair bedient hatte. Durch die geringe Einbautiefe ließ sich das Servo einwandfrei montieren, so daß dieser Teil des Aufbaus auch fast abgeschlossen war. Die Servokabel hab ich in einem kleinen selbstgebauten Kabelkanal aus Balsaholz nach vorne geführt, damit sie nicht unkontrolliert im Modell herumfliegen können. Kurz vor dem Empfänger wurden die Kabel noch mit Ferritkernen versehen, um Störgrößen durch die langen Servokabel entgegenzutreten. Im nächsten Schritt wurde das Leitwerk montiert. Hierbei gab es keine bösen Überraschungen. Die Montage konnte ARF typisch durchgeführt werden. Leitwerk einstecken, ausrichten, Folie des Mittelteils anzeichnen, ausschneiden, Leitwerk einkleben und dabei gut ausrichten. Im Anschluß konnten schon die Ansteuerungen für die Ruder gelötet und montiert werden. Kaum beendet konnte ich mich dem Motor zuwenden. Der Motorträger, der dem Modell beilag, war auf alle Fälle zu klein. Ich wich auf ein Alternativprodukt aus, jedoch konnte ich den Motor nicht mehr, wie in der Aufbauanleitung vorgesehen, in einer leicht hängenden Position montieren. Ich entschied mich, den Motor quer einzubauen, mit dem Auslaß nach unten. Mechanisch bereitete dieser Schritt die wenigsten Probleme, nur dem Schalldämpfer mußte noch Platz geschaffen werden. Da im unteren Bereich des Rumpfes nichts Lebenswichtiges untergebracht ist, konnte der benötigte Platz unkompliziert mit der Stichsäge geschaffen werden. Der anschließende Einbau verlief dann "fast" problemlos. Zu schaffen machten mir jetzt die fehlenden Angaben zum Motorsturz und Motorzug. Der Einbau des Motors sollte, wie auf dem Bild in der Aufbauanleitung vollzogen werden. AHA ?!?!?!? Man mutet an dieser Stelle dem Erbauer zu, anhand einer 37mm x 57mm großen Fotoabbildung den Motoreinbau samt Sturz und Zug zu realisieren. Ich stoppte an dieser Stelle den Weiterbau und wand mich an den Hersteller. Nach zwei Tagen bekam ich prompt korrekte Angaben und der Bau konnte wieder aufgenommen werden. Die restliche Motormontage war problemfrei, nur vom Gedanken, je die Motorhaube montieren zu können, mußte ich mich trennen. Die Bilder zeigen deutlich, das Motorteile gut die Hälfte des Umfanges vom Motorspant überragen. An all den Stellen hätte die Haube ausgeklinkt werden müssen um sie zu montieren. Von Stabilität wär keine Rede mehr gewesen.
Zum Schluß nahm ich mir die Flächen vor. Viel gab es hier nicht zu tun. Die Flächen waren quasi fertig, so daß lediglich die Servos montiert werden und die Anlenkung realisiert werden mußten. Alle Teile waren gut vorbereitet und so ging die Montage zügig.
Am 10.12.2006 war es dann soweit. Es war ein milder Dezembertag und der Wind war mäßig. Ich entschloß mich zum Erstflug, obwohl ich die Saison eigentlich schon abgeschlossen hatte. Zuvor programmierte ich mir noch eine Ausschlagsreduzierung von 50% auf einen Schalter, da mir die Herstellerangabe zu den Ruderausschlägen etwas groß vorkam. Eine Gute Entscheidung, denn sofort nach dem Start reagierte der "Dragon M2" extrem aggressiv auf die Ruder. Nachdem ich die Ausschläge per Schalterfunktion reduziert hatte, konnte der Erstflug erfolgreich beendet werden. Das Flugverhalten kann nach dem ersten Flug als sehr tolerant bezeichnet werden. Allerdings müssen noch kleine Optimierungen vorgenommen werden. So zeigte sich der "Dragon M2" beim Landeanflug leicht kopflastig und das Fahrwerk zeigte sich als zu weich. Trotzt einer sanften Landung verformten sich die Fahrwerksstähle. Ich habe jetzt den Schwerpunkt schon etwas nach hinten verlegt und das alte Fahrwerk durch ein GFK Fahrwerk ersetzt. Mal schauen, wie sich der "Drache" beim nächsten Mal zeigen wird. Alles in Allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Hoffentlich bleibt das auch so…

PS: Ein paar Bilder vom Platz liefere ich bei Gelegenheit nach ;-)